23 Jul

Feedback Svanholm 

Der Grund warum ich hierherkam war, um herauszufinden ob 150 Menschen zusammen in einem Dorf leben können. Gemeinsam essen, gemeinsam arbeiten und gemeinsam leben?

Doch schon nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass viele gar nicht mit arbeitet an dem Projekt (Land, Ausbau und Gestaltung) sondern auswärtig einer Arbeit nachgehen. Ihr Gehalt wurde dann auf ein Gemeinschaftskonto überwiesen und sie bekamen 20 % von ihren Einnahmen. So unterstützt sie Svanholm und hatten trotzdem die Möglichkeit sich Geld beiseite zu legen.

Eine Woche nachdem ich hier ankam, ging das große Knoblochernten los. Es gab einen Aushang an alle Svanholmer, in dem darum gebeten wurde uns bei der Ernte zu unterstützen. Doch schon am nächsten Tag stellte sich heraus, dass es nur zwei Leute schafften. Meine Vorstellung von einer Community fing an zu bröckeln. Für mich waren solche gemeinschaftliche Unternehmungen auch ein Zeichen des Zusammenlebens. Doch nun musste ich feststellen, dass sich viele aus solchen anstrengenden Aktivitäten lieber raus hielten. Auch hatte ich nicht das Gefühl dass es andere gemeinsame Aktivitäten gab außer die Essenszeiten. Meine Vorstellung von gemeinsamen Radtouren oder picknicken am See fanden nicht statt. Merkwürdigerweise merkte ich an mir selbst, dass es mich in ein Loch ries. Zwar lebte man mit über 100 Menschen zusammen, doch war man individuell und irgendwie abgeschnitten. Alleine für sich! Die Nachbarn die sich nur flüchtig kennen auch schätzen, aber nie eine tiefe Freundschaft miteinander eingehen.

Nun habe ich mehr als die Hälfte der Zeit in Svanholm über mich gebracht und mein Feedback fällt eher mittelmäßig aus. 

Doch ich habe mir vorgenommen etwas von mir hier zu lassen! Meine Vorstellung von einer community. Und so habe ich mich entschlossen am Sonntag ein Projekt zu starten. Ich werde in der Hauptstraße die durch das Dorf führt mehrere Tische aneinander rein. Über die Tische möchte ich eine langes Stück Papier spannen, Stifte und Tusche verteilen, alle Bewohner haben nun die Möglichkeit sich auf dem Papier zu verewigen. Eine Gemeinschaft wird kreativ! Ein kleines Wir-Gefühle entsteht… Ob es so funktioniert, wie ich es mir vorstellen, weiß natürlich keiner. Aber ich freu mich auf die gemeinsame Zeit und die Kreativität 

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