09 Jul

Für 150 Menschen kochen 

Seit ein paar Tagen regnet es jetzt schon, trotz allem tut das unserer Laune keinen Abbruch. Ich hätte nicht gedacht dass es so interessant und entspannt sein würde, mit neun anderen Menschen zusammen sich eine kleine Küche und ein Badezimmer teilen zu müssen. Doch in der Tat haben wir viel Spaß miteinander. Seien es die politischen Diskussionen oder das gemeinsame Kochen.
Obwohl ich das Wochenende frei habe, habe ich mich entschieden dem Ernteteam beizuwohnen und bei der Ernte des Knoblochs zu helfen. Auf einer Strecke von 200 m liegen zehn Reihen Knobloch vor mir. Mit einer Schaufel wird der Boden aufgerissen und der Knoblauch herausgezogen. An sich ist das Abernten eine relativ schnelle Angelegenheit, doch bei einer so großen Gebiet dauert es trotzdem eine Weile.
Gegen zwölf mache ich mich dann vom Acker, denn in 3 Stunden beginnt mein Dienst in der großen Küche. Gemeinsam mit drei anderen Frauen werde ich heute für 150 Mann kochen. Zuerst gibt es eine Lagebesprechung. Gemeinsam entscheiden wir was es zum Essen geben soll: 

Spaghetti mit Bologneser (für die fleischhungrigen), 

ein frischer und bunter Salat (für die Vegetarier) und 

gebackene Kartoffeln (als Alternative zu den Spaghetti).
Mein Kochdienst beginnt mit zehn Knobloch… Womit nicht die Zehnen sondern die Knollen gemeint sind. Denn für 150 Mann muss man auch etwas mehr verwenden. Danach geht es weiter mit dem schälen der Zwiebeln. Es ist lange her, dass ich so weinen musste! Nachdem die letzte Zwiebel geschält ist, fühle ich mich frisch und meine Atemwege sind wieder frei. 
Als nächstes bin ich für das umrühren der Bologneser zuständig. In einer riesigen Pfannen wurde das Hackfleisch schon durchgebraten und gemeinsam mit dem Gemüse, lass ich es jetzt schmoren. 


Nachdem der Teil geschafft ist, eile ich zu den Kartoffeln und schneide sie in Streifen. Das gute ist das sie schon gekocht sind, dass bedeutet sie können gleich in den Ofen zum aufwärmen.
3 Stunden später nachdem ich meinen Dienst begonnen habe, sind alle Gerichte zum servieren bereit. Ich sehe an den Gesichtern der Bewohner das ist anscheinend wieder mal gelungen ist, die Leute mit unserem Essen zu verzücken. 

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