15 Apr

Die Fahrt zu meiner neuen Farm

Am nächsten Tag stelle ich fest, dass es meinem Unterleib und Bauch besser geht. Ich bin erleichtert, weil ich nun weiß dass meine Reise weitergehen kann. Mittags gehe ich noch mal einkaufen und bereite mich innerlich und auch mit Lunchpaketen auf meiner Reise vor. Die nächsten 7 Stunden werde ich in einem Auto verbringen. Doch zuerst muss ich zu dem Bahnhof in „Orange“ kommen. Daniele ist so freundlich und fährt mich zum Zugbahnhof. Wo ich einen Zug nehme, um 20 Minuten später, und damit früher als gedacht, von  der Familie abgeholt zu werden. Mit Pierre habe ich im Vorfeld besprochen, wo wir uns treffen wollen. Er wirkte sehr freundlich aber ich bin dennoch erleichtert als ich feststelle, dass er mit seiner Familie reist. Doch richtig glücklich bin ich, dass sie deutsch sprechen. Es ist also eine deutsch-französische Familie. Die Fahrt dauert länger als gedacht und nach circa 8 Stunden komme ich um 1:00 Uhr am nächsten Morgen in Reims an. Ich bin etwas übermüdet und es tut mir schrecklich leid das Samantha so lange auf mich warten musste. Seit 2 Stunden sitzt sie nun in ihrem Auto und da wir von einem Stau aufgehalten wurden, hat die Fahrt länger gedauert. Doch ohne böse auf mich zu sein geht die Reise mit Samantha  weiter. Sie legt meine Sachen in den großen Bus und wir setzen uns vorne ins Führerhäuschen. Eine weitere Stunde verstreicht. Doch diese nutzen wir, um uns erst mal kennenzulernen. Ich erzähle ihr von meiner Ernährungsweise und dass ich mich glutenfrei ernähre. Als sie mir berichtet dass sie vor zehn Jahren eine Bäckerei eröffnet hat, die sich auch glutenfreie Kost spezialisiert hat, bin ich total aus dem Häuschen. Was für ein Zufall dass ich hier auf so eine Familie stoße. Leider haben sie vor einem Jahr die Bäckerei zugemacht, weil es zu anstrengend für Samantha wurde und sie keinen Spaß mehr an ihrem Job hatte. Doch ich habe das Gefühl, dass ich eine Menge von dir lernen kann und das erfüllt mich mit ganz viel Neugier und Freude auf die kommenden Tage. Gegen zwei kommen wir an und Lukas (ein anderer Workawayer) und Zoran warten auf uns und gemeinsam trinken wir um 2:00 Uhr in der Nacht einen warmen Tee. Ich genieße die Atmosphäre und freue mich dennoch auf mein Bett. Müde und geschafft von den Tag gehe ich in mein wunderschönes Zimmer mit eigenem Badezimmer und krabbel unter meine Decke.