21 Mrz

Ein besonderer Tag

Denn es fallen zwei große Events auf einen Tag. In Iran und damit in Shimas Heimatland wird heute: New- Year gefeiert.

Deswegen haben wir uns um 12 uhr in einem Restaurant in der Stadt getoffen. Die iranische Gruppe bestand aus 35 Personen, womit das Lokal erst einmal überfordert war. Denn es sind mehr Personen als angemeldet erschienen. Doch nach einer halben Stunde hatten alle einen Sitzplatz.

Zuvor hatten wir den traditionellen Tisch aufgebaut. Auf ihm werden sieben Dinge mit S symbolisiert.

Apfel (Sip) steht für die Liebe und Herzlichkeit.

Knoblauch (Sirr) symbolisiert die Gesundheit und das Wohlbefinden.

Mützen (Sekä) sind natürlich für den Wohlstand im nächste Jahr.

Süßes (Sa ma nu) dieses symbolisiert nicht nur Süßes, sondern Essen im allgemeinen und das sie uns etwas gutes tun soll.

Gewürz (Somaja)und Essig (Säkä) stehen für den feinen Geschmack und vorallem neue Geschmackserfahrung.

Blumen (Sonbohl) sind der Inbegriff für Schönheit und Eleganz.

Der Fisch (Mahi) ist jedoch auch ein wichtiger Bestandteil. Er befindet sich in  einem großen Glas und bewegt sich. In unseren Fall war es ein mechanischer Fisch, der uns Beweglichkeit in nächsten Jahr wünscht. Denn alles andere auf dem Tisch ist statisch.

Da der Fisch so wichtig ist, findet man ihn auch bei dem folgenden Gerichten:

Ein Salat mit Lachs:DSCN3198

gefolgt von einem Shrimps-Salat serviert in einer Muschel:

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Nach dem 5 Gänge- Menü hatten wir es eilig nach Hause zu kommen.

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Denn nun wartete das zweite „Highlight“ auf uns: Meine Abschlussfeier. Diesmal unter dem Motto : Germany- Iran- Meeting in Italy. Sodass Shima und ich uns entschieden haben, iranische und deutsche Gerichte zu präsentieren.

Gegen 21 Uhr waren alle da und so könnten  wir das Buffet eröffnen. Es gab eine deutsche Kartoffelsuppe und Kartoffel mit Spinat und Rührei, dass der Überflieger war. Ich liebte die Speisen von Shima: Basmatireis mit einer Nusssoße und verlorenen Eiern.

Giuseppe kam etwas später und überraschte uns mit Eis. Als hätte er mir diesen Wunsch von den Augen abgelesen. Ich finde es schade, dass ich nicht genug Zeit hatte um Giuseppe richtig kennenzulernen, aber um so mehr freue ich mich das er es zur Party geschafft hat.

Nachdem wir uns alle vollgefressen haben, platzieren sich alle Menschen die auf meiner Reise durch Italien ein Meilenstein für mich waren, für ein Foto. Es ist schwierig für mich, all diese wunderbaren Menschen einzufangen und zu wissen, dass ich morgen gehen werde.

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Da stellt sich mir die Frage, was hat mir diese Reise gebracht: Als ich vor 9 Monaten meine Sachen packte, war ich vor Angst gepackt. Nicht nur wegen einen neuen Land, sondern wegen der Zukunft. Was wird sie bringen? Werde ich auch erkranken, so wie alle Frauen in meiner Familie die Hürde nehmen mussten. Auch diese Angst hatte mich so gefesselt, dass sie es nicht mehr zuließ zu atmen. Sich einzureden: „Alles ist gut!“

Ich habe mich auf die Suche nach Lebendigkeit und Glück gemacht. Habe jedoch etwas ganz anderes gefunden. Erfahrungen die mich reifen lassen und mich über meine Vergangenheit steigen lassen. Ich kann sie nun von Außen betrachten und erst jetzt begreife ich wie wichtig es war, zu gehen!

Nicht alle Erfahrungen die ich machen durfte waren schön oder einfach, aber sie haben den Weg frei gemacht, um zu sagen: „Das Leben ist nicht berechenbar!“ Es wird immer Hürden geben, doch mit den gemachten Erfahrungen kann ich sie vielleicht besser überwinden. Vielleicht kann ich mir sagen, dass ich schon so viel geschafft habe, dass mich diese Herausforderung nicht aufhalten wird. Es hat mich freier gemacht, von dem Gedanken des Verlustes.

Meine Reise ist noch nicht am Ende und es mag sein, dass viele Menschen nicht verstehen können, warum ich nicht langsam zurück in meinen Beruf kehre oder auf die Suche nach einem Partner gehe. Doch ich bin auf der Suche nach etwas viel wichtigeres. Die Suche nach mir! Ich bin der Auffassung, dass man niemanden helfen kann, wenn man mit sich selbst nicht im Reinen ist. So ist die Entscheidung nicht schwer, den Weg nach vorne anzutreten und ein neues Land zu erkunden. In der Hoffnung, dass es mich über mich hinauswachsen lässt und mir Kraft gibt, die ich so sehr vermisst habe.

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