15 Mrz

New- Year- Day?

Moment mal… war der denn nicht schon? Ja, in Deutschland habe ich in vor 3,5 Monaten schon gefeiert, doch im Iran steht er noch vor der Tür.

Da ich momentan mit zwei Iranerinnen zusammen lebe, darf ich das Neujahrsfest mit ihnen begehen. Doch erstmal kurz zu meiner Wohnsituation. Shima ist eine Freundin, die ich in letzten Jahr kennen und lieben gelernt habe. Sie wohnt in einer kleinen 30 qm- Wohnung an dem Fluss „Po“. Vor einem Monat erhielt sie einen Anruf mit einer Bitte. Maryam ist Iranerin und wartet in Italien auf ihre Medikamente. Schon bevor sie gefahren ist, hat sie sich um einen Schlafplatz gekümmert. Sodass als sie im Februar in Italien ankam, bei einem Mann und seiner Frau unterkam. Doch 2 Tage später, warf die Ehefrau des Mannes Maryam aus dem Haus. Sie saß als kranke junge Frau auf der Straße. Als Shima die Nachricht über Maryam erhielt, öffnete sie die Türen. Seitdem her wohnen die beiden Frauen zusammen.

Vor einer Woche kam ich auch noch mit dazu, sodass wir uns die Wohnung zu dritt teilen und man mag es vielleicht nicht glauben, aber ich genieße die Zeit hier. Wir kochen gemeinsam, plaudern über erlebtes und räumen jeden seinen Freiraum ein.

Zwar ist erst am 20.3 der „Silvester“- Abend, aber im Iran wird aus alter Tradition am letzten Dienstag im Jahr das Fest des Feuers gefeiert. Und so versammelten sich alle IranerInnen aus Turin und Menschen, die mit ihnen gemeinsam diesen wunderbaren Tag genießen wollten.

Im Innenhof ist schon ein großes Feuer am brennen. Das Feuer hat zweierlei Bedeutung: zum einen, soll alles gelbe aus dem Körper gezogen werden. Denn Gelb steht für die Krankheiten und die Traurigkeit, die wir mit uns herumtragen. Zum Anderen, ist es die Chance Rot aus dem Feuer zu erhaschen und damit die Leidenschaft und Glückseligkeit zu erlangen.

Ich empfang das Überspringen des Feuers als sehr belebend. Man spürt die Wärme, die einem an Bein packt und freut sich heile auf der anderen Seite angekommen zu sein. Wann macht man soetwas schon?