01 Nov

Ein Mannlein steht im Walde…

Ne, warte mal! Das war doch die Hagebutte.

Doch heute hieß es nach dem Frühstück Körbe schnappen und ab in den Wald, um unser Glück beim Pilze sammeln zu versuchen. Die letzten Tage schien durchgehend die Sonne, aber unter dem Laub hatte sich eine perfekte Feuchtigkeit entwickelt. So sahen wir schon nach kurzer Zeit wunderschöne Pilze in allen Farben und Formen.

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Doch welche davon sind essbar?
Marcos Papa kennt ein paar genießbare und nach denen haben wir dann gezielt gesucht.
Ich hatte meine Kamera mitgenommen, um diese eigenwilligen Multitalente zu fotografieren. Denn Pilze gehören nicht zu den Pflanzen, weil sie nicht fähig sind Photosynthese zu betreiben und andere Lebewesen brauchen, die ihre benötigten Lebensenergien produzieren. Sie sind aber auch keine Tiere, da sie ähnliche Zellwände wie Pflanzen aufweisen und sich damit wiederum von den Tieren abgrenzen. Also bilden Pilze eine Brücke von beiden Lebensformen. Grundlegend ist der Bereich der Pilze und ihrer Arten noch sehr unerforscht, daher gibt es noch viel zu entdecken.

Das Licht dafür war hervorragend. Durch den dichten Wald glitzerten die Sonnenstrahlen. Wenn man genau hinsah, entdeckte man kleine Pilzköpfe die sich durch das Laub kämpften. Manchmal fand ich so gelbe Pilze, dass sie nicht essbar sein konnten.

Nach 1 Stunde fuhren wir nach Hause und werteten unserer Ergebnisse aus.

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Dabei schnitten wir einen besonders schönen Pilz auf, den wir gefunden hatten.

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Schon nach kurzer Zeit begann er die Farbe im Stiel und Schirm zu wechseln. Ich fand es erstaunlich was die Natur so hervorbringen kann.

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Der bläuliche Teil war vorher weiß

Aber nicht nur wunderschöne Pilze haben wir gefunden sondern auch einzigartige Blätter, die mich total  faszinierten.

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Ist die Natur nicht wunderschön? Schade, dass wir sie so oft nicht mehr zu schätzen wissen. Es sind doch die kleinen Dinge, die den Tag besonders machen.

Zum Lunch waren wir bei Freunden von Marco und Jovana eingeladen in der Nähe von San Casciano.  Ich mag das kleine Dorf (ca. 30 Minuten von Florenz mit dem Autobus entfernt) sehr gerne, denn hier steht Integration an erster Stelle. Die Jungen mit den Alten und die Einheimischen mit den Immigranten.

Das ARCI-Zentrum ist ein Anlaufpunkt für alle Bedürfnisse und Wünsche. Hier trifft man sich zum plauschen, Kaffee trinken und für z.B. „Helloween- Partys“. In dem Gebäude befindet sich auch ein Restaurant, was für wenig Geld (weil die Arbeiter ehrenamtlich sind) ihre Kundschaft bewirtet. Doch auch Räume für Workshops und Kurse, wie Yoga oder Zumba sind vorhanden. Ich habe es sehr genossen, mir davon ein Bild machen zu können und die Zeit dort zu verbringen.

 

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